Dienstag, 8. März 2016

Engagierte Frauen in Paris


Wie jedes Jahr findet am 8. März der internationale Weltfrauentag statt. Der Aktionstag für die Rechte der Frauen wird weltweit gefeiert, so auch in Paris. Unserer Meinung nach ein perfekter Ort, nicht nur weil in Paris seit 2014 die erste Bürgermeisterin, Anne Hidalgo, im Amt ist, sondern weil sich viel bewegt und zahlreiche Ausstellungen und Konferenzen angeboten werden. Im März 2016 werden von den verschiedenen Arrondissements, Sozialzentren und Vereinen in Paris eine Reihe an Veranstaltungen organisiert. Alle zielen darauf ab, die Pariser zu sensibilisieren und zu mobilisieren und somit einen Beitrag zur Gleichberechtigung zu leisten. Unser Favorit ist die Austellung Grandes Résistantes contemporaines.

Ausstellung Grandes Résistantes contemporaines

Die Ausstellung Grandes Résistantes contemporaines (Große zeitgenössiche Widerstandskämpferinnen) stellt anlässlich des Weltfrauentags 2016 Frauen ins Rampenlicht, welche sich in Frankreich und in der Welt für Frieden und die Rechte der Frauen einsetzen bzw. eingesetzt haben. Bei der Ausstellung werden die Porträts von Asia Bibi, Lucie Aubrac, Shirin Ebadi, Pinar Selek, Aung San Suu Kyi, Taslima Nasreen, Malala Yousafzai, Anna Politkovskaïn und vielen weiteren großartigen Persönlichkeiten vorgestellt. Im Kampf für eine gerechtere Welt setzen sie sich ein für die finanzielle Abhängigkeit von Frauen, Zugang zu Schulbildung für Mädchen und für Vertretung von Frauen in der Gesellschaft und in der Politik ein. Für ihren Kampf und ihr Engagement wurden viele von ihnen als Ehrenbürger ausgezeichnet. Die iranische Menschenrechtsaktivistin und Anwältin und erste iranische Richterin Shirin Ebadi, wurde zudem 2003 als erste muslimische Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Seit 2009 lebt sie im Exil in Großbritannien. Hauwa Ibrahim, nigerianische Anwältin hat freiwillig über 60 zum Tode durch Steinigung verurteilte Frauen vertreten. Solche und viele weitere Porträts mit ihren einzigartigen Geschichten werden bei der Ausstellung vorgestellt.
Organisiert wird die Ausstellung von dem gemeinnützigen Verein Association Femmes ici et ailleurs, welche 2003 mit dem Fotografen und Journalisten Pierre-Yves Ginet gegründet wurde. Ziel ist es, in einer Welt, in der Frauen in Medien oft als das schwächere Geschlecht verkörpert werden, auf geschichtsschreibende, engagierte Frauen aufmerksam zu machen. Jene, die sich für Gleichberechtigung, Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit einsetzen.

Vom 7. März bis zum 9. April 2016
Hôtel de Ville
Salle des Prévôts
täglich von 10:00 bis 18:30 Uhr
(an Sonn- und Feiertagen geschlossen)
Esplanade de la Libération Paris 4e
Eintritt frei

Hier ein paar weitere Initiativen, welche in Paris rund um das Thema Frauen und Gleichberechtigung stattfinden:
- Rechtsberatung für Frauen in den Points d’accès au droit (PAD) und den Maisons de la justice et du droit (MJD)
- Konferenzen in den städtischen Museen am 8. März
- Begegnungstreffen in den Bibliotheken
- Von Vereinen organisierte Diskussionsrunden mit eingeladenen ausländischen Frauen
- Konferenzen und Ausstellungen in den Gemeinden der verschiedenen Arrondissements
- Die Maison des associations des 17. Arrondissement bietet eine Ausstellung über Migration von Frauen: Migrations au féminin vom 26. Februar bis zum 12. März
- Die Maison des associations des 18. Arrondissement organisiert am 12. März einen Tag über Frauen  und Kino: Les femmes dans le  cinéma

Auf den Spuren großer weiblicher Persönlichkeiten der Vergangenheit und Pariserinnen, die heute das kulturelle Leben in der Metropole mitgestalten bietet France écotours eine Reise für Frauen nach Paris.


Fakten zum Weltfrauentag

Der diesjährige Weltfrauentag steht unter dem Motto Planet 50-50 by 2030: Step It Up for Gender Equality, auf Französisch la parité en 2030: avancer plus vite vers l'égalité des sexes. Das Motto geht mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UNO einher. Grob gesagt, steht die nachhaltige Entwicklung von Gleichberechtigung im Fokus. Wie genau schaut Gleichberechtigung aus und wie soll diese erreicht werden? Die wichtigsten von der UNO formulierten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 sind folgende:
-Bis 2030 sollen alle Mädchen und Jungen eine gleichwertige, kostenlose und vollständige Schulausbildung erhalten.
-Bis 2030 sollen alle Mädchen und Jungen gleichermaßen Zugang zu entwicklungsfördernden Aktivitäten und medizinischer Versorgung im Vorschulalter haben
-Weltweit alle Formen von Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen abschaffen
-Im öffentlichen und privaten Leben sämtliche Formen von Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen abschaffen, dazu zählen auch Handel, sexuelle Ausbeutung und andere Formen der Ausbeutung.
-Im öffentlichen und privaten Leben alle schädlichen Praktiken abzuschaffen, wie Kinderehen, Zwangsehen und Genitalverstümmelung.

Wie entstand der internationale Weltfrauentag?

Die Wurzeln des heutigen offiziellen Weltfrauentags liegen in den Arbeiterkämpfen Anfang des 20. Jahrhunderts und den zahlreichen Demonstrationen von Frauen für das Wahlrecht, bessere Arbeitsbedingungen und Geschlechtergleichheit. Clara Zetkin war die erste, die 1910 bei der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines offiziellen internationalen Frauentags vorschlug. Doch erst nach 1945 wird aus dem Weltfrauentag eine weltweite jährliche Tradition. 1977 erklären die vereinten Nationen den Weltfrauentag als offiziell, 1982 wird er auch in Frankreich als offiziell angesehen. Bis heute gehen auf der ganzen Welt Frauen auf die Straße und stehen für ihre Rechte ein. Es wird Bilanz gezogen, wie es um die Geschlechtergleichstellung steht. Klar ist jedoch, dass solange es keine wahrhaftige Gleichstellung gibt, der Frauentag gefeiert werden wird.


Quellen
http://www.un.org/fr/events/womensday/
http://www.lpb-bw.de/08_maerz_frauentag.html
http://www.femmesicietailleursmag.com/
http://www.paris.fr/actualites/l-entrepreunariat-feminin-rencontre-aux-cafes-economiques-de-bercy-3418
http://8mars.info/
http://www.paris.fr/journeedroitsdesfemmes#un-apercu-des-evenements-a-paris_2

Samstag, 5. März 2016

Quiche aux poireaux 

vegetarische Lauchquiche




Diesmal präsentieren wir euch die vegetarische Variante einer weiteren Spezialität der französischen Küche, der Quiche! Der bekannteste Klassiker ist zweifelsohne die aus Lothringen stammende Quiche lorraine, die mit geräuchertem Speck verfeinert wird. 
Um auch unserer vegetarischen Quiche eine gewisse Würze zu verleihen, benutzen wir anstatt Speck getrocknete Tomaten. Die Variationsmöglichkeiten sind hier allerdings vielfältig und machen die Quiche daher auch für Vegetarier zu einem leckeren und abwechslungsreichen Gericht!

Zubereitungszeit : etwa 40min
Schwierigkeitsgrad : einfach

Ergibt 12 Stücke

Zutaten:

Für den Teig:
150 g Mehl
80 g kalte Butter (in kleinen Stücken)
Salz
1 Eigelb

Für die Füllung:
750 g Lauch
40 g getrocknete Tomaten
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
4 Stiele Thymian
2 Eier
100 ml Milch
100 ml Schlagsahne

Zubereitung:
Das Mehl zusammen mit 80 g Butter und einer Prise Salz in eine Schüssel geben und mit den Knethaken eines Handmixers gut verkneten. Anschließend das Eigelb und 3 EL kaltes Wasser hinzugeben und nochmal kurz kneten, sodass ein glatter Teig entsteht. Diesen etwa 1 Std. kühl stellen.

In der Zwischenzeit den Lauch putzen und waschen und in dünne Ringe schneiden. Wir empfehlen, nur den weißen Teil des Lauchs zu verwenden, da dieser besser verdaulich ist als der grüne Teil. Am besten kocht man den Lauch etwa 10 – 20 min im Wasser vor, bevor man ihn zusammen mit den in Stückchen geschnittenen getrockneten Tomaten und etwas Öl in der Pfanne andünstet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.

Den Teig ausrollen und in eine gefettete Tarte-Form geben, den Rand gut andrücken. Den Boden mit einer Gabel einstechen. Die abgekühlte Lauchmischung darauf verteilen.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Thymian fein hacken und mit Eiern, Milch, Sahne, etwas Salz, Pfeffer und Muskat verquirlen und über die Lauchmischung gießen.
Etwa 45 Min. im Ofen backen. Wenn die Quiche abgekühlt ist, vorsichtig aus der Form lösen und servieren.

Bon appétit!

Tipps:

Wer nicht ganz so viel Zeit hat, kann natürlich auch einen fertigen Blätterteig verwenden und sich die Zeit für die Zubereitung des Mürbeteigs sparen!

Die Quiche schmeckt sowohl warm als auch kalt gut und eignet sich daher auch super zum Mitnehmen auf die Arbeit oder für ein Picknick!

Wissenswertes über Lauch

Lauch oder Porree, wie er mancherorts genannt wird, hat zwei große Vorteile: Er ist vielfältig einsatzbar und das ganze Jahr verfügbar. Ob Sommer- oder Winterlauch, roh oder gekocht, überbacken oder angebraten – Lauch schmeckt in all seinen Varianten! Zudem enthält das Zwiebelgewächs viele Vitamine und Mineralstoffe, vor allem Vitamin C und K sowie Kalzium, Magnesium und Eisen, ein besonders wichtiger Mineralstoff für Vegetarier!


Mehr zum Thema:http://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/porree-vielseitig-aromatisch-und-gesund

Beim Einkaufen sollten Sie darauf achten, dass der Lauch eine feste Wurzel und einen festen Schaft hat. Sollten sich die Blätter bereits lösen, ist dies ein Anzeichen dafür, dass der Lauch nicht mehr frisch ist.

Quellen:
http://www.livingathome.de

http://www.gesundheit.de

Freitag, 26. Februar 2016


Auf der Vélodyssée am Atlantik entlang


Bild: Stéphane Fichte

Ganz Europa ist durch ein gut ausgebautes Netz von Radwanderwegen verbunden, einer davon ist die Euro Velo 1. Die insgesamt 8.186 km lange Radstrecke, die sich über den gesamten westlichen Teil Europas erstreckt, führt durch 6 verschiedene Länder: vom Nordkap in Norwegen über Großbritannien und Irland gelangt man nach Frankreich, Spanien und bis zur Algarve in Portugal.
Die Vélodyssée, der französische Abschnitt der Strecke, ist insgesamt 1250km lang und damit der längste Radwanderweg Frankreichs. Sie verbindet die bretonische Hafenstadt Roscoff und Hendaye im Baskenland an der spanischen Grenze. Auf ehemaligen Eisenbahnstrecken und entlang an Kanälen fährt man größtenteils mit dem Atlantik an seiner Seite. Die Entstehung und die Finanzierung der 2013 eingeweihten Radstrecke ist ein gutes Beispiel für interregionale Zusammenarbeit. An dem Projekt beteiligt sind die Regionen Bretagne, Pays de la Loire, Poitou-Charentes und Aquitaine, aber auch die EU.
In Bordeaux beginnend führt die  Radwanderreise von France écotours auf der Vélodyssée entlang der schönsten Landschaften der französischen Atlantikküste von Lacanau-Océan bis nach Biarritz im Baskenland. Auf dem vélo, umgeben von Pinienwäldern und einer frischen Meeresbrise entdeckt man einige Highlights der Atlantikküste.
Ein 13km langer Wildstrand bei Porge-Océan lädt dazu ein, eine Pause einzulegen und den Moment zu genießen, wenn man das erste Mal barfuß durch den Sand läuft und weiß, man ist im Urlaub. Entlang der Atlantikstrecke entdeckt man das Bassin d'Arcachon mit seinen typischen Fischerdörfchen und Häfen. Teile der Meeresbucht sind Naturschutzgebiete, insbesondere die Vogelschutzinsel in der Mitte. Ein Stück weiter südlich kommt man zu einem absoluten Highlight: der riesigen Dune du Pilat, Europas größter Sanddüne. Hier lohnt es sich, sein Fahrrad einen Moment abzustellen und auf die bis zu 110 Meter hohe Düne zu klettern, um sich in einer wüstenähnlichen Landschaft wiederzufinden. Weiter auf der Vélodyssée geht es durch die Départements Landes und Gironde, nach Biscarosse und Mimizan Plage. Mal geht es am Meer entlang, mit kilometerlangen Sandstrände und Dünenlandschaften, mal geht es ins Landesinnere vorbei an Seen und Weihern mit lauschigen Badeplätzen. Langsam und allmählich verändert sich im Laufe der Radwanderung die Landschaft, und schließlich taucht man in ein neues Dekor ein: dem Baskenland. Ein weiteres Highlight der Reise ist die Stadt Biarritz mit seinen Stränden, Felsen und Surfern. Kleines Extra bei dieser Radwanderung: Auf einen gewissen Komfort muss nicht verzichtet werden. Dank Gepäcktransport und ausgewählten Unterkünften reist es sich ganz unbeschwert.
Auf den Geschmack gekommen? Kein Wunder, Ferien auf dem Fahrrad sind nicht nur umweltfreundlich, man kann auch nach Lust und Laune Pausen an den schönsten Orten einlegen, und am Ende des Tages kann man stolz darauf sein, welche Strecke man aus eigener Muskelkraft zurückgelegt hat.
Am besten schwingt man sich einfach selbst auf den Drahtesel um diese einzigartige Erfahrung zu machen. Man ist auch nicht gezwungen, die Reise in Biarritz Enden zu lassen. Wieso nicht auf eigene Faust weiter nach Portugal?


Mehr Infos gibts hier: 


 Quellen:


Bild: Stéphane Fichte




Donnerstag, 18. Februar 2016

Veganes Mousse au chocolat 


Der französische Klassiker mal anders!

Schokolade, Dessert, Mousse

Mousse au chocolat

Zutaten
  • 2 vollreife Avocados
  • 3 EL Kakaopulver
  • 3 - 4 EL Agavendicksaft 
  • 5 EL Soja- oder Mandelmilch
  • Mark einer Vanilleschote
  • Zimt nach Belieben
Zubereitung

Einfach alle Zutaten pürieren und auf Schälchen verteilen und für 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Wer mag, kann das Mousse au chocolat auch direkt servieren! 

Für einen intensiven und bewussten Genuss, empfehlen wir biologische Zutaten aus fairem Handel zu verwenden. Vor allem sollten Sie auf die Qualität des Kakaopulvers achten, da dieses wesentlich zum Gelingen des Rezeptes beiträgt.

Tipps rund um Avocados

Hätten Sie es gewusst? Wenn Sie nur eine halbe Avocado verwenden, sollten Sie den Kern der anderen Hälfte nicht entfernen, denn durch die Enzyme des Kerns bleibt der Rest der Avocado länger frisch. Und wenn die Avocado noch nicht reif genug sein sollte, können Sie sie einfach in Zeitungspapier wickeln und bei Zimmertemperatur reifen lassen. 

Bild: health.com

Viel Spaß beim Ausprobieren und Bon appétit!  


Freitag, 12. Februar 2016

Marseille mal anders: zwischen Yoga, Kunst und Multikulti


Quelqu'un veut bien tomber amoureux de moi? Das Graffiti, das ungefähr mit Will sich nicht jemand in mich verlieben? übersetzt werden kann, prankt gut sichtbar auf einem Gebäude unweit des alten Hafens in Marseille. Es ist so leicht sich in diese Stadt zu verlieben, in seine multikultigeprägten, farbenfrohen, charmanten, und doch leicht versifften Viertel. Seit Marseille 2013 Kulturhauptstadt war und tausende Touristen in die raue Hafenstadt im Süden gelockt hat, bin ich mit dieser Meinung auch sicher nicht alleine. Für Touristen hat Marseille viel zu bieten und man kann mehrere Tage damit füllen, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu laufen: Der atemberaubende Ausblick von Notre-Dame-de-la-Garde, der bonne mère, die über ihre Marseiller und Seefahrer wacht, das älteste Viertel le panier mit der Vieille Charité, in welcher man regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen besichtigen kann oder in den kühlen Bogengängen Schutz vor der Sonne suchen kann oder auch der Blick von Bahnhof St Charles, der einem den Atem raubt sobald man bei der Ankunft aus der Bahnhofshalle ins Freie tritt.

Doch Marseille hat noch viele andere authentische Seiten, abseits vom Touristengewimmel. Mit dem Bus sind ist man in null komma nichts in den Calanques, kleine Buchten von hohen Felsen umgeben und zumindest in der Nebensaison ein perfekter Ruhepol um Energie zu tanken und den Großstadtlärm abzuschütteln. Selbst im Winter kann man hier in den windgeschützten Ecken Sonne tanken und den Piniengeruch in sich aufsaugen. Besonders empfehlenswert sind die callelongues
Wer es am Meer etwas sportlicher mag, der kann hier Samstag Vormittag sein Yoga-Workout erledigen: 360° Meerblick und Rauschen der Wellen inklusive. Die Kurse finden wöchentlich ohne Anmeldung in Malmousque statt und man kann sich vor Ort eine Yogamatte ausleihen. Zudem ist die Yogalehrerin Annie eine sehr sympathische Französin! Kleiner Tipp: mit den Stadträdern vélibs kommt man vom alten Hafen aus innerhalb von 15 Minuten ganz unkompliziert am Meer entlang zum Plateau von Malmousque.
Zurück in der Stadt kann man vom alten Hafen aus, durch das Multikulti-Viertel Noailles mit afrikanischen und arabischen Läden über die Rue d'Aubagne und die bunt bemalten Treppen in das Künstlerviertel am Cours Julien. Die Gebäude, in welchen sich viele Cafés, Bars, Secondhandboutiquen und kleine Läden mit handgefertigten Besonderheiten und Accessoires eingerichtet haben, sind wahre Kunstwerke: Die Fassaden sind alle bunt bemalt und beim Schlendern durch die kleinen Gassen entdeckt man immer wieder neue Motive und Details. Am cours Julien liegt auch das Café Equitable: ein atypisches, assoziatives Café. Während man seinen Saft aus der Region genießt, kann man sich über Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz oder über das abwechslungsreiche Programm mit Filmaufführungen und Workshops informieren.
Wer sich viel bewegt muss auch etwas in den Magen bekommen. In einer Nebenstraße der rue Paradis mit Luxusgeschäften, kann man das Country Life entdecken. In dem gemütlichen Laden kann man zum Beispiel eine vegane Version der foie gras erhalten und der gesprächsfreudige Besitzer betreibt in den gleichen Räumlichkeiten auch ein Restaurant mit vegetarischen Gerichten aus Zutaten der Region.
Um die vielen Eindrücke des Tages zu verarbeiten kann man sich abends, um den Trubel am alten Hafen zu entgehen, auch einfach mit einem in Marseille gebrauten Bier ein ruhiges Plätzchen am Meer suchen. Wie wäre es mit einer Flasche von dem bière de la plaine, das kein Bier für Touristen ist und am besten direkt in der zentral gelegenen Brauerei mit integriertem Geschäft erhältlich ist?


Und das alles liegt so Nahe: Wenn die Lust auf Yoga mit Meerblick aufkommt, man die alternativen und authentischen Seiten von Marseille entdecken, oder einfach die Seele in den Calanques baumeln lassen möchte, ist man von Frankfurt mit dem TGV in nur acht Stunden im Süden. Und den Ausblick vom Gare St Charles bei der Ankunft gibt es gratis zur Zugfahrt dazu.


Christiane Hawlik

Freitag, 5. Februar 2016

Leckere rote Linsensuppe für kalte Tage

Bild: veganerezepte.eu

Wissenswertes über rote Linsen

Rote Linsen stammen meist aus Indien oder der Türkei. In Deutschland sind die Schwäbische Alb und Niederbayern wichtige Anbaugebiete für Linsen. Aufgrund ihrer mehlig kochenden Konsistenz eigenen sich die Hülsenfrüchte gut für Suppen, Currys, Dals oder aber als Beilage oder Sauce.
Rote Linsen sind einfach zuzubereiten, garen schneller als andere Linsensorten (15-20 min) und müssen vor dem Kochen nicht eingeweicht werden. Sie sind also ideal für eine schnelle und leckere Küche. Sie können mit vielen Gemüsesorten kombiniert werden wie Zucchini, Karotten, Auberginen oder Paprika. Neben ihrer Vielseitigkeit sind Linsen zudem sehr gesund, da sie einen hohen Eiweiß- und Ballaststoffanteil haben. Dieser sorgt für eine langanhaltende Sättigung während der Eiweißgehalt sie zu einer geeigneten Alternative für Vegetarier oder Veganer macht.
 
Rote Linsensuppe

Zutaten
  • 1 Zwiebel (ca. 150g)
  • 500g Lauch, Spinat oder Zucchini, je nach Saison
  • 125 bis 150g Karotten oder Kürbis
  • 150g rote Linsen
  • 1 gepresste Knoblauchzehe
  • 1 l Wasser
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

Das Gemüse waschen und in Stücke schneiden. In einem großen Topf mit 2 EL Olivenöl etwa 5 min anbraten.  Nach Belieben salzen und pfeffern. Währenddessen das Wasser zum Kochen bringen, in den Topf geben und aufkochen lassen. Dabei regelmäßig umrühren. Die roten Linsen hinzufügen und ca. 15 – 20 min bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel kochen lassen. Anschließend alles pürieren und die Suppe heiß genießen!

Bon appétit!  

Übrigens: Die Suppe hält sich im Kühlschrank bis zu 2 Tagen.



Freitag, 29. Januar 2016

Fahrräder im Vormarsch in Frankreich

Wer hätte das gedacht? Frankreich liegt beim Radfahren nach Deutschland und den Niederlanden an dritter Stelle in Europa.

Sei es als sportliche Aktivität oder als Transportmittel zur Arbeit, Franzosen benutzen immer mehr das Rad. Im Land der Tour de France, dem weltbekannten Radsportereignis, wird das Fahrrad liebevoll als die "Kleine Königin" (La petite reine) bezeichnet. Doch auch im Alltag findet dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel immer mehr Anhänger, wie die seit Jahren ständig steigenden Verkaufszahlen für Fahrräder in Frankreich bezeugen. Allein 2014 wurden 3 Millionen Räder verkauft, dagegen nur knapp 1,8 Millionen Autos abgesetzt. Der Fahrrad-Markt boomt und für jeden gibt es den passenden fahrbaren Untersatz: Vom Tourenrad, Mountain-Bike, Rennrad, Dreirad, Liegerad, Klapprad bis hin zum Elektrorad bleibt kein Wunsch unerfüllt.

Dem Trend zum Rad folgen auch die Städte mit dem Ausbau von Radwegen und den zahlreich eingerichteten Verleih-Stationen für Fahrräder. Das radelnde Klientel möchte jederzeit auf ein angemessenes Rad für längere oder kürzere Strecken zurückgreifen können. Mittlerweile haben 38 französische Städte Verleihstationen mit Selbstbedienung eingerichtet. Trotz der hohen Wartungskosten trugen diese Einrichtungen erheblich dazu bei, dass nun viele Bewohner ihr Auto in der Garage lassen und auf das Rad umsteigen. Wer die Vorzüge dieses zweirädrigen Verkehrsmittels erkannt hat, legt sich dann oft ein eigenes Fahrrad zu. Wer radelt umgeht Verkehrsstaus und tut mit der Bewegung etwas für seine Gesundheit und die Umwelt. Radfahrer tragen zur Verringerung der Luftverschmutzung und der Reduzierung des Geräuschpegels bei.

Auch im Tourismus steigt der Beliebtheitsgrad von Radtouren. Auf Fernradwegen, motorfreien ausgebauten Strecken auf ehemaligen Treidelpfaden und stillgelegten Bahntrassen, aber auch auf verkehrsarmen Nebenstraßen in den ländlichen Regionen Frankreichs sind immer mehr Fahrrad-Touristen unterwegs. Diesem Trend werden auch die verbesserten Angebote für den Radtransport mit der Bahn gerecht. Im Land der "kleinen Königin" sind die Radfahrer König.

Weitere Informationen finden Sie hier :
https://www.france-ecotours.com/aktivreisen/radreisen.html